AngE Pro 8

Mehr Kanäle, mehr Möglichkeiten

Das AngE Pro 8 ermöglicht simultane oszillographische Messungen an bis zu 8 Positionen. Dies erlaubt eine sehr schnelle Einschätzung der Verschlussetage mit einer Messdauer von unter einer Minute. Die speziell entwickelten Drucksensoren sorgen für eine detailgetreue, nahezu unverfälschte Wiedergabe der Pulskurven.

AngE Pro8

Simultane und segmentale Messungen

Das AngE Pro 8 ist ein 8-Kanal-Pulsoszillographie-Gerät mit optionaler zusätzlicher EKG-Triggerung.

Das AngE Pro 8 bietet Messmethoden zur simultanen und segmentalen Messaufzeichnung. Das führt unter anderem zu einem viel besseren Vergleich der Gefäße in den Extremitäten und einer verbesserten Dopplerindex-Berrechnung. Die Pulsationen werden bei unterschiedlichen Staudrücken aufgezeichnet. Die maximalen Ausschläge markieren den mittleren arteriellen Blutdruck, welcher zwischen oberen und unteren Extremitäten ins Verhältnis gesetzt wird. Das Resultat ist der oABI (Oszillometrischer Ankle Brachial Index).

Zusätzlich hat das AngE einen eingebauten EKG-Trigger, der simultan zu der Druckmessung mit den Manschetten arbeitet. Dieser erlaubt die Berechnung der Pulswellenlaufzeit und der Pulswellengeschwindigkeit.


Die Alternative zum ABI

In der heutigen Zeit wird im Gesundheitswesen kostengünstiges und effizientes Arbeiten gefordert. Das AngE wurde entwickelt, um periphere Durchblutungsstörungen rasch, sicher, kostengünstig und ohne unnötige Patientenbelastung zu diagnostizieren. Die aufwändigere, untersucherabhängige und mühsam zu dokumentierende Dopplerdruckmessung gehört somit der Vergangenheit an.

Mittels des Gesenius-Keller-Messprinzips werden die Pulsationen bei unterschiedlichen Staudrücken aufgezeichnet. Die maximalen Ausschläge markieren den mittleren arteriellen Blutdruck, welcher zwischen oberen und unteren Extremitäten ins Verhältnis gesetzt wird. Das Resultat ist ein Index, ähnlich dem Ankle Brachial Index (ABI).

Das System ermöglicht die 8-kanalige Simultanmessung an Fingern und Zehen, Handgelenk und Knöchel und/oder Oberschenkel und Knöchel. Die Zeitdifferenz zwischen den bisher üblichen Messungen (zuerst an den Armen, dann an den Beinen) führte durch Blutdruckschwankungen des Patienten oftmals zu einem verfälschten Dopplerindex. Durch die Simultanmessung kann dieser Fehler ausgeschlossen werden. Zusätzlich ergibt sich die Möglichkeit zeitliche Gegenüberstellungen der Extremitäten durchzuführen.


Diabetes Screening

Bei Patienten, die an Diabetes leiden, ergibt sich häufig das Problem, dass bei einer vorhandenen Gefäßversteifung (Mediasklerose) keine zuverlässigen Druckwerte mehr ermittelt werden können.

Durch die Messung an Fingern und Zehen, (in diesen Gefäßen liegt eine Mediasklerose nur in weniger als 1% der Fälle vor) kann auch bei Diabetikern eine rasche und sichere Abklärung des Gefäßstatus erfolgen. Diese Früherkennung erspart den betroffenen Patienten viele Komplikationen.


Simultane, zeitsynchrone Oszillographie

Unter anderem bietet sich mit dem AngE Pro 8 die Möglichkeit, eine zeitsynchrone, simultane Oszillographie-Messung an acht Messstellen durchzuführen. Das verhindert eine Verfälschung des Resultats durch Blutdruckschwankungen des Patienten während der Messung. Gleichzeitig erlaubt es die Erfassung von Zeitdifferenzen der Pulskurven durch den simultanen Vergleich der verschiedenen Extremitäten.

Ein weiterer Vorteil ist die Etagenlokalisation von Verschlüssen, welche über die acht abgenommenen Messstellen erfolgt. Anschließend werden die Ergebnisse vollautomatisch ausgewertet: Werte wie Pulswellengeschwindigkeit (PWG), ABI und Kurvenform werden errechnet bzw. beurteilt.

Segmentale Oszillographie

Das AngE Pro 8 ermöglicht es, eine 8-kanalige, segmentale Messung durchzuführen. Dabei werden die am Patienten angebrachten Manschetten nacheinander aufgepumpt und bemessen. Jede Messspur, einschließlich der Messkurve, wird separat gespeichert und nach der Messung ausgewertet. Dies ermöglicht in erster Linie eine automatische Etagenlokalisation von Verschlüssen.

Es werden die Kurvenformen, die Pulswellengeschwindigkeit und der ABI (Ankle-Brachial-Index) vollautomatisch ausgewertet und Mehretagenverschlüsse erkannt. Somit können Sie in kürzester Zeit ein umfangreiches Gefäßscreening Ihres Patienten erstellen.

Morbus Raynaud

Mit dem AngE Pro 8 kann man auf einfachste Art eine simultane, 8-kanalige Morbus Raynaud-Diagnostik durchführen. Durch die Möglichkeit vier Finger je Hand simultan zu messen, kann das Screening in kürzester Zeit durchgeführt werden. Es bietet sich zusätzlich die Option, beide Hände gleichzeitig einer Provokationsmessung, anhand von kaltem oder warmem Wasser, auszusetzen. Somit können Sie die Reaktion der Gefäße auf unterschiedliche Provokationsmanöver beurteilen.

Pulsqualität

Durch präzise Drucksensoren und einem verfeinerten Filteralgorithmus, gelingt eine viel detailreichere und wahrheitsgetreuere Darstellung. Die erhöhte Empfindlichkeit ermöglicht die Erkennung selbst kleinster Ausschläge. Im Vergleich zur ABI-Messung, berechnet AngE nicht nur Druckwerte der Extremitäten und Indizes, sondern auch die Pulswelle selbst wird aufgezeichnet. Dies ermöglicht die Beurteilung von Kurvenkriterien wie Gipfelzeit, Amplitude, Verhältnis Anstieg/Abfall, sowie der optischen Kurvenform.

Die Berechnung von RI (Reflection Index) und SI (Stiffness Index) ermöglicht die Erfassung von Gefäß-Risikopatienten, durch die Einbeziehung der dikroten Welle. Mit medikamentöser Provokation, kann anhand dieser Parameter die Endothelfunktion überprüft werden.

EKG-Trigger

Durch die Aufzeichnung des EKGs ist es möglich, die R-Zacke als Triggerpunkt zu verwenden. Dies ermöglicht die Messung von Pulswellenlaufzeit und bei bekannter Messstrecke, die Berechnung der Pulswellengeschwindigkeit. Diesen Parametern wird, im Bezug auf die Beurteilung des Gefäßzustandes, eine wachsende Bedeutung zugemessen. Im Speziellen ist diese Methode für die Verlaufskontrolle bei Hypertonikern anwendbar. Um den Vorbereitungsaufwand für die Messungen dennoch so gering wie möglich zu halten, wird das System mit zwei Klemmelektroden ausgeliefert, welche lediglich an den Handgelenken des Patienten angebracht werden müssen.

Größe und Gewicht

Breite
225mm
Höhe
118mm
Tiefe
225mm
Gewicht
ca. 2300g

Manschetten

Anzahl möglicher Manschetten
Bis zu 8 Manschetten
Manschettendruck
max. 220mmHg
Manschettentypen
Finger/Zehen Manschetten
Handgelenk/Fessel Manschetten
Oberschenkel/Unterschenkel Manschetten

Messung

Genauigkeit
+/- 2mmHg
Abtastrate
1000/s
Auflösung
18 Bit
Empfindlichkeit
0,001 mmHg/Bit

Kommunikation

PC Verbindung
USB-Port
Externe Datenbanken
DICOM, HL7 und GDT Schnittstellen verfügbar
Anschlüsse
8 pneumatische Manschettenanschlüsse
1 EKG Elektrodenanschluss

Softwareunterstützung

Betriebssysteme
Windows 10
Windows 8.x
Windows 7

AngE Solutions Broschüre

Das All-in-One System zur Gefäßdiagnostik.

Download
Automatische Berechnung des oABI
Simultane 8-Kanal Messung
Segmentale 8-Kanal Messung
8-kanalige Morbus Raynaud-Diagnostik
Fertige Messung und Auswertung in 3 - 4 Minuten
Automatische Druckindexberechnung
Höchstmögliche Genauigkeit bei Erkennung einer pAVK
Geeignet bei Mediasklerosen
Erkennung von Subclaviaverschlüssen
Anzeige von Seitendifferenzen
Automatische Berechnung von Gipfelzeit u. Quotient Anstieg/Abfallzeit mit Normwertanzeige
Ideal bei Verlaufskontrollen einer pAVK (auch bei Diabetikern)
Hypertonie-Erkennung
Optional
Manuelle Vermessung inkl. RI und SI
Optional
EKG-Triggerung zur Messung von Pulswellengeschwindigkeit und Pulswellenlaufzeit
Optional
Indexkorrektur zum Ausgleich von Höhendifferenzen (für Messungen bei sitzendem Patienten)

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